Es gibt Gefühle, die man nie vergisst..
... ich meine nicht Bilder oder Sehenswürdigkeiten oder Bauwerke an sich. Es geht um das Gefühl. Die beklemmende Enge zum Beispiel, die man spürt in der Grabkammer der Cheops-Pyramide oder auf dem Weg dorthin. Man kann die Millionen Tonnen Stein ja nicht sehen, wenn man erst drin ist. Aber man kann sie spüren: wuchtig, bedrohlich, kalt und voller Geschichte. Die Straßenschluchten von Manhattan, wenn man das obere Ende der Wolkenkratzer gar nicht mehr erblickt. Man spürt aber diese unfassbare Höhe im Nacken und wie die Erde sich dreht. Ein wahnsinnig intensives Erlebnis. Plus Gerüche. Plus Lautstärke und Geräusche. Ein Gemisch aus bedrohlicher, faszinierender Fremdartigkeit. Das vergisst man nicht. Eine 747, die Dich bis zum Abheben in die Sitze presst, als hätte sich ein Sumo-Ringer auf Deinen Schoß gesetzt. Der Hubschrauber, der Dich aus dem Stand in den Himmel saugt. Mit einem Kreuzfahrer vor dem Hafen von Piräus auf die Einfahrt warten, während um Dich herum Hunderte von Schiffen, das gleiche wollen. Die Welt, die man erblickt, wenn man nur den Kopf unter Wasser hält im Roten Meer. Und diese Stille. Als wollte Dir die Welt einfach mal verbieten weiter zuzuhören.
















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